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Verwahrungsverträge für rund 1.500 Heim-Tiere

Landesrechnungshof kontrollierte den Tierschutz in der Steiermark

Dem Tierschutz in der Steiermark widmet sich der jüngste Bericht des Landesrechnungshofes (LRH) unter der Leitung von Direktor Heinz Drobesch. Grundsätzlich erteilen die Prüfer den zuständigen Stellen ein positives Attest, wenngleich in Teilbereichen noch Nachjustierungen empfohlen werden, etwa bei der Förderung baulicher Maßnahmen oder bei der Kostentragung.

Seit dem Jahr 2014, ab dem die neuen Verwahrungsverträge zwischen dem Land Steiermark und den sieben Tierheimbetreibern gelten, bestehen für 307 Hunde, 689 Katzen und 495 Kleintiere eigene Leistungsvereinbarungen. Jährliche Kosten für das Land allein für die Unterbringung dieser Tiere: rund 1,75 Millionen Euro. Hinzu kommen noch Förderungen für bauliche Maßnahmen oder Futterspenden, die sich zwischen 2013 und 2017 auf mehr als zwei Millionen Euro summierten. Aus Sicht des LRH sollten bei diesen Aufwendungen künftig auch der Bund und die Gemeinden ihren Beitrag dazu leisten.

Auch mögen die Verwahrungsverträge mit den Tierheimen bezüglich der Entscheidungs- und Berechnungsgrundlagen in regelmäßigen Abständen evaluiert werden. Zudem empfiehlt der LRH zu prüfen, inwieweit Investitionen der Tierheimbetreiber nicht bereits im Rahmen dieser Verträge berücksichtigt wurden - jedenfalls sollten Förderungen nur dann gewährt werden, wenn bauliche Maßnahmen nicht durch Eigenmittel abgedeckt werden können.

Positiv bewertet werden die Tierverwahrungsdatenbank, durch die erstmals die Anzahl der versorgten bzw. geretteten Tiere plausibel nachvollziehbar eruiert werden kann, und die Förderungen für den Verein „Tierschutz macht Schule", womit dem gesetzlichen Auftrag, insbesondere bei Jugendlichen Verständnis für den Tierschutz zu wecken, nachgekommen wird. Gutgeheißen wird auch das Kastrationsprojekt für Streunerkatzen, wodurch deren unkontrollierte Vermehrung eingedämmt wird.

Zwei Abteilungen des Landes sind für die Tierschutz-Agenden zuständig, nämlich hauptsächlich die A13 Umwelt und Raumordnung (politischer Referent Anton Lang), wo auch die Tierschutzombudsstelle angesiedelt ist, und daneben noch die A8 Gesundheit, Pflege und Wissenschaft für den Veterinärbereich (politischer Referent Christopher Drexler).

 

Rückfragen: Josef Reinprecht 0664 / 85 00 187

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