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Stadtwerke Fürstenfeld auf dem Prüfstand

Positives Echo des Landesrechnungshofs, aber auch Verbesserungsvorschläge

Eine Vielzahl von Geschäftsfeldern, dazu noch eine Reihe von Beteiligungen - der Tätigkeitsbereich der Stadtwerke Fürstenfeld umfasst eine recht breite Palette. Das nahm der Landesrechnungshof (LRH) unter der Leitung von Direktor Heinz Drobesch zum Anlass, dieses Unternehmen einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Und diese führte in manchen Bereichen zu durchaus anerkennenden Reaktionen der Prüfer, jedoch auch zu einigen Verbesserungsvorschlägen.

So wird etwa die Unterstützung lokaler Energieproduzenten durch die Stadtwerke als nachhaltiger Beitrag zur Förderung erneuerbarer Energie gewertet. Und dass die Anregung des LRH, beim Personal eine Entflechtung der Mitarbeiter der Gemeinden von jenen der Gesellschaft vorzunehmen, seitens der Stadtwerke noch während laufender LRH-Prüfung in Angriff genommen wurde, findet ebenso ein positives Echo. Somit werde eine höhere Flexibilität im Personalbereich gewährleistet, heißt es im Bericht.

Weniger zufrieden zeigten sich die Prüfer bei der Zusammenstellung der Geschäftsführung der Stadtwerke, weil dieser der Bürgermeister der Stadtgemeinde Fürstenfeld angehört, der in der Generalversammlung als Eigentümervertreter tätig ist. Hier wird eine personelle Trennung zwischen diesen Funktionen vorgeschlagen, indem der Bürgermeister künftig nicht mehr als Geschäftsführer, sondern als Beiratsvorsitzender eingesetzt wird.

Bedingt durch die Gemeindestrukturreform kam es 2015 zu einer Verschmelzung der Stadt Fürstenfeld mit den Nachbargemeinden Altenmarkt und Übersbach, jede davon mit eigenem Abfallwirtschaftszentrum ausgestattet. Aus Effizienz- und Kostengründen empfiehlt der LRH, die Altstoff- und Sperrmüllsammlung am größten Standort, also in Fürstenfeld, zu konzentrieren.

Keinen wirtschaftlichen Zusammenhang zum eigentlichen Geschäft der Stadtwerke ortet der LRH in deren Thermen-Beteiligung. Auch seien aufgrund der aktuellen Situation „eine Aufwertung der Kapitalanteile bzw. Gewinnausschüttungen derzeit nicht absehbar", heißt es seitens der Prüfer, die dazu anraten, „weitere Investitionen in die Thermenbeteiligungen kritisch zu hinterfragen".

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